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Warum das „Hungergefühl“ nicht unser Feind ist…

Abnehmen, Diät und der Hunger Teil 1

Das Hungergefühl ist oft negativ belastet. Wer sich jedoch bewusst damit auseinander setzt, der erkennt auch positive Effekte des Hungergefühls. So fühlt man sich wacher – das besagt schon das Sprichwort: Vor Hunger nicht in den Schlaf kommen. Und wenn eben diese Zeit der „Schlaflosigkeit“ nicht dazu verwendet wird, sich gebratene Hühnchen und Törtchen mit Sahne vorzustellen – im Bett oder auf dem Sofa liegend, sondern dazu, zu joggen, eine Runde Rad zu fahren oder den Hund ausgiebig Gassi zu führen, wäre ein energetisches Wohlgefühl viel eher erspürbar und das Essen hinterher schon einmal richtig steinzeitgemäß. Jedenfalls vom Zeitpunkt her.

Genetisch sind wir immer noch auf Steinzeit programmiert. Sehr weit hergeholt ist es also nicht, wenn Übergewichtige ihre Pfunde und Kurven auf die Gene schieben. Im Grunde genommen stimmt es ja. Doch wenn man das eigentlich schon weiß, sollte man das doch einmal hinterfragen und die genetische Anlage für sich, statt gegen sich arbeiten zu lassen. Und dass die sogenannten Wohlstandserkrankungen ein Arbeiten gegen sich selbst bedeutet, dürfte mehr als klar sein.

Sich in Bezug auf die Ernährung wieder auf seine Gene zu besinnen, bedeutet im weitesten Sinne, sich ruhig noch einmal auf eine Steinzeiternährung einzulassen. Das Jagen und Sammeln wird natürlich durch andere Tätigkeiten ersetzt, die aber auch Energie kosten. Nicht umsonst heißt es, dass ohne Bewegung keine Diät funktionieren kann. Niemand will Steinzeitverhältnisse mit offener Feuerstelle und ohne Waschmaschine assoziieren. Es geht hier ausschließlich um die Nahrungsbestandteile und die dürfen heute durchaus in einem Supermarkt, beim Metzger oder auf einem richtig urigen Bauernmarkt bezogen werden. Kam ein Hüngerchen auf, zogen die Steinzeitmenschen los und schauten, was es gab. Tiere lieferten Fleisch.

Mit der Fischerei kamen auch Fische hinzu. In Vogelnestern wurden Eier gefunden, an Bäumen und Sträuchern wuchsen Beeren, Nüsse oder Obst. Kräuter die rundherum wuchsen wurden zu Gemüse umfunktioniert und später zum Teil sogar kultiviert. Neugeborene wurden auch ohne Kinderschokolade und Fruchtzwerg groß. Zucker und Milch gab es ja auch nicht – außer Muttermilch. Wurde einige Tage kein Tier erlegt, griffen die Steinzeitmenschen auf pflanzliche Nahrung von Wurzel bis Samen zurück und oft waren Jäger tagelang unterwegs, um ein Tier zu erlegen – schließlich gab es auch noch keine Schrotflinten und Filzhüte. Damit ergab sich neben der Frage, was gegessen werden konnte auch noch die Frage, wann gegessen werden konnte.

Je nach Ergebnis von Jagd und Sammelei gab es also manchmal im Überfluss und dann wieder lange Zeit wenig oder gar nichts zu Essen. Die Frage, wieviel gegessen werden sollte, stellte sich oft gar nicht. Vorratslagerung war in der Zeit noch nicht erfunden und die Tiere unterlagen keinen Zuchtkriterien, wo Nahrungsmenge ein Parameter war. 

 

ENDE Teil 1…

In Teil 2 werden wir uns dem praktischen Aspekt des Hungers zuwenden….
Fotoquelle: www.shutterstock.com / by LifePhotoStudio

 


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